Ein paar Gedanken über Spielgeräte
Spielgeräte sind nicht das Gelbe vom Ei und im Grunde genommen recht einfältig. Jeder Bewegungsablauf, mag er noch so interessant erscheinen, ist schon bald von den Kindern bis zum Überdruss durchgespielt. Es kann die riesige und teure Spielanlage auf dem Pausenplatz ja toll aussehen, das Spielhäuschen im Kindergarten hübsche Fenster haben - am falschen Ort, isoliert und ohne Möglichkeiten, sie mit Kreativität in Besitz zu nehmen, bedeuten solche Investitionen nur Geldverschwendung.
Typisch für diese Spielgeräte, ob nun im öffentlichen oder privaten Raum, ist ihr Aufforderungscharakter zur Zerstörung. Steril, als Massenware leicht erkenntlich, da Fremdkörper in ihrer Umgebung, reizen sie Kinder und Jugendliche zu Handlungen, die wir Erwachsenen Vandalismus nennen. Wer mag da erstaunt sein! Dabei sind es wirklich nur ein paar einfache Voraussetzungen, die Spielgeräte zu dem machen, was sie sind und sein sollen: Spielsignale.
Grundsatz
Wir bauen Spielgeräte eigentlich nie fertig. Natürlich wird ein Gerät erstellt und den Kindern "übergeben". Aber die bauliche Improvisation, bedingt durch die Art des Materials (Baumstämme wachsen nun einmal nicht gerade ...) und z.T. der Mitarbeit älterer Kinder und Erwachsener (auch wir mussten lernen, mit Winkel und Waage umzugehen ...), lassen den Eindruck des Unfertigen zurück. Gerade jedoch so gewinnt ein Spielgerät jene Individualität, die Kinder in Besitz nehmen können und sie im wahrsten Sinn des Wortes anstachelt, ihre momentanen Bedürfnisse einzubringen.
Sicherheit
Wir bauen nach den Richtlinien des BfU. Das bedeutet aber nicht, dass ein Spielgerät kein Unfallrisiko darstellt! Im Gegenteil: Der Spielwert eines Spielgerätes hängt (auch) davon ab, wie gross ein erkennbares Risiko für die Kinder vorhanden ist.
Selbstverständlich und im Rahmen der Produktehaftpflicht verfügen wir über entsprechende Versicherungen.
Kosten
Zwei Faktoren beeinflussen massgeblich die Kosten für ein Spielewerkstatt-Spielgerät. Einerseits die Eigenleistungen etwa bei Transporten und beim Bau, andererseits das Material (druckimprägniertes Holz ist teurer als imprägniertes, alte BKW-Masten teurer als Holz aus dem Wald ...). Zusammen mit dem Umstand, dass jedes Spielewerkstatt-Spielobjekt auf seine Weise ein Unikat ist, wird offensichtlich, dass wir keine "Preisliste" führen.



